Im Nassversickerungsbecken neben dem Weiher Mahrhöhe standen turnusgemäss Pflegearbeiten und die Entschlammung des Einlaufabsatzbeckens an. Dazu mußte das vorhandene Wasser abgepumpt werden. Aus früheren Maßnahmen war bekannt, dass Fische im Versickerungsbecken sind. Die ausführende Firma Gapro hat deshalb den ASV gebeten die Maßnahmen mit zu beobachten und ggf. fachlich einzugreifen. Die Senkung des Wasserspiegels im Einlaufbecken wirkte sich auch auf den Versickerungsbereich aus. Hier wurden dann erste Fische entdeckt, die wohl nicht mit dem ablaufenden Wasser ziehen konnten. Dieser wurden soweit wie möglich gekeschert. Bevor die Schlammumsetzung im Absatzbecken angegangen wurde, durchkämmten nun Angler und Mitarbeiter mit Keschern das gesamte Becken. Die Ausbeute, rd. 150 Giebel. Aus dem Flachwasser des Versickerungsbereiches wurden vorsorglich weitere rd. 300 Gebiel entnommen. Hier sind im Flachwasser noch weitere Giebel, die verbleiben sollen, weshalb dieser Bereich beobachtet wird. Die Fische wurden in großen Bottichen gehältert und vom Chef der ausführenden Firma, Michael Bautz mit dem Unimog zum Ufer des Weihers gefahren. Dort wurden sie sorgsam ausgesetzt. Aufgrund der sehr niedrigen Wassertemperatur und der Robustheit des Giebels gab es keine Verluste.
Wie kommt gerade der Giebel in das Versickerungsbecken?
Der Giebel auch Silberkarausche genannt, gehört zur Familie der Karpfenfische. Seine Durchschnittliche Länge ist 15 – 25 cm ( hier 15 – 20 cm) er wird auch bis 45 cm lang und erreicht ein Gewicht von 3 Kg (Rekord soll bei 5 Kg liegen). Er ist ein guter Speisefisch .Er liebt stehende Gewässer, mit weichem Grund und reicher Wasserpflanzenvegetation. Für sonnige warne Stellen toleriert er auch sauerstoffarmes Wasser. Der Giebel wurde vor Jahrten vom ASV im Weiher eingesetzt. Das Weibchen bringt ihren Laich im flachen warmen Wasser, am liebsten zwischen Pflanzen aus. Dies ist auch ein beliebter Ort für Wasservögel, an denen der Laich kleben bleibt und sodann auf Flugreise geht. Natürlich gelangt so auch Laich von anderen Fischarten im Versickerungsbecken. Denkt man jedoch an das seichte, sauerstoffarme Wasser im Sommer , so haben die Larven der meisten Fischarten hier keine Überlebenschanche . Um so besser für den Giebel . Er findet hier seinen optimalen Lebensraum, frei von Raubfischen und anderen Fresskonkurrenten.
Seicht-Wasser als Lebensraum
So wie das im Sommer verrufene, angeblich vergiftete Versickerungsbecken Lebensraum für den Giebel war, ist es auch Lebensraum für viele Amphibien, Insekten , Vögel usw.. Der ASV als Naturschutzorganisation befürwortet deshalb, dass dieser besondere Lebensraum, wie bisher, gepflegt und erhalten werden soll.
Arbeitseinsatz am Weihergelände
unser letzter Arbeitseinsatz vor der Brut-und Setzzeit ist am Samstag, 22. Feb. 2026, ab 9.30 Uhr.