Um 9.30 Uhr versammelten sich 26 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren vor dem Fischerhäusel. Vorsitzender Rolf Sauer führte im Fischerhäusel in das Programm ein. Ziel des Tages sei es, dass wir alle unseren Neckar (noch) etwas besser kennen und damit noch mehr lieben lernen. Im Ilvesheimer Bogen habe der Neckar noch ein kleines Stückchen seines natürlichen Verlaufes. Den ganzen schiffbaren Neckar verglich Sauer mit 26 aneinander gesetzte Badewannen, die jeweils mit Schleusen, nur für die Schifffahrt, verbunden seien. Für die interessanten, vom Atlantik kommenden Wanderfische, wie den Lachs und den Maifisch, aber auch für die in den Atlantik abwanderten Aale, seien die Hindernisse fast unüberwindbar. Ziel der Angelfischvereine und –erbände sei ein gesunder Fischbestand. Voraussetzung hierfür seien intakte, saubere Gewässer und eine Artenvielfalt von Fischen. Leider werden auch heute noch Gewässerverbau und -verschmutzung legal betrieben.
Bei dieser Einführung tauchten von 10-Jährigen die Fragen auf, warum die Menschen überhaupt Fische fangen und töten und warum man nicht einfach die Verschmutzerfirmen schließt. Sauer erläuterte hierauf, dass der Fisch für die Menschen am Fluss oder Meer schon immer ein lebenswichtiges Nahrungsmittel war. Angelvereine gründeten sich vor 100 Jahren, um sich die Angelrechte und damit Essen für ihre Familien zu sichern. Auch heute brauche man noch Fisch und Fleisch, um die schnell wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, auch wenn es einem immer größer werdenden Teil der Menschen möglich sei, ohne Fisch und Fleisch auszukommen. Etwas drastisch verglich er die Methoden des Massenfischfanges mit Ersticken im Bunker des Schiffes und des gezielten Fanges und töten einzelner Fische durch den Angelfischer. Auch die Chemiefirmen, die häufig Flusswasser beeinträchtigen, stellen oft wichtige Produkte für die Nahrungsmittelindustrie her.
Genug geredet, jetzt gings in vier Altersgruppen eingeteilt mit den BetreuerInnen auf Tour. Lustige Geschicklichkeitsspiele im Zusammenhang mit der Angelfischerei wurden durchlaufen. Am Neckarufer gab es gleich 3 Stationen. Beim Lenzeln von Steinen über die Wasseroberfläche ließ Elias selbst alte Hasen staunen. Die Entdeckertour am Strömel zeigte vielfältiges Leben unter Wasser, hierzu musste man einfach große Steine umdrehen. Der Angler zeigte, wie man Fische fangen kann.
Die Verpflegungsstation am Fischerhäusel war mit Heidi, Birgit, Michael und Gustl immer gut besetzt. Rasch waren vier Stunden vorüber und es galt die Punktelisten auszuwerten und damit die Gruppensieger zu ermitteln zur Verteilung der kleinen Mitmachpräsente. Mit einem Applaus bedankten sich die Gruppen bei ihren BetreuerInnen Christine, Renate, Sigi, Manfred und Robert. Wir waren uns einig, alle hatten wir einen schönen und interessanten Ferientag.