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Fänge beim Königsangeln

An 2 Vormittagen im Jahr angeln die Mitglieder des ASV auf den
schwersten Fisch an ihrer Hausstrecke.
Diese Angeln dokumentieren die Bestandsentwicklung über Jahrzehnte
hinweg. Der ASV führte diese Angeln 1960 ein. Der schwerste Fisch wurde
mit seinem Gewicht auf einer edlen Königskette eingraviert und die Fänger
durften sich für ein Jahr Fischerkönig nennen. Diese Tradition wird seit über
60 Jahren fortgesetzt.
Beim 2. Durchgang des Königsfischens wurde nun auch der Königsfisch des
Jahres 2022 gefangen. Es ist ein Rapfen mit 3.315 g, gefangen von
Benjamin Seitz. Es folgt: ein Rapfen mit 2.865 g (Walter Seitz), eine Brasse
2.630 g (Bernd Feuerstein), ein Rapfen 2.245 g (Michael Klotz), ein Döbel
2.070 g (Rolf Sauer), eine Nase 1.670 g (Kenneth Korff) und eine weitere
Nase 1.445 g (Maximilian Schwarz).
Vergleichen wir hier einmal diese Fänge mit den Königsfischen der letzten 6 Jahrzehnte.
Königsfische:
Jahr 2022: Rapfen 3.315 g, (Benjamin Seitz)
Jahr 2012: Brachsen 3.460 g (Sebastian Bühler)
Jahr 2002: Brachsen 1.780 g (Rolf Sauer)
Jahr 1992: Barbe 1.400 g (Wolfgang Reimann)
Jahr 1982: Brachsen 1.125 g (Günter Löber)
Jahr 1972: Hecht 2.680 g (Gerhard Ost)
Jahr 1962: Döbel 1.140 g (Friedrich Böhler).
Der Rapfen als Einwandererfisch vom Donausystem taucht erstmals 1998
mit 2.130 g auf. Die Brachsen und Döbel als heimische Fische wiesen in den
Jahren 1960 – 2000 nur das halbe Gewicht auf. Der Hecht wurde von Größe
und Anzahl aus unserer Hausstrecke völlig verdrängt, was auch durch den
Einwanderer-Raubfisch, den Wels, bedingt sein kann. Dieser wurde 2017
mit 19.850 g! erstmals zum Königsfisch.
Nicht verschwiegen werden darf, dass in den siebziger Jahren auch mal ein
Rotauge oder ein Brachsen mit nur 525 g zu Königsfischen wurden, da die
Wasserqualität hier ihren Tiefpunkt erreichte. In den letzten 20 Jahren
wurde kein Königsfisch unter 2.000 g gefangen.


Noch erster im Hinspiel 2022, mit einem 74 cm Zander (Jan Mühlbauer) ..

Rolf Sauer, Vorsitzender